Kategorie-Archiv: Aktuelles

Gemeinsam stark

Georgianum nimmt zum ersten Mal an mathematischem Teamwettbewerb teil

Mit gleich sieben Teams hat das Gymnasium Georgianum am mathematischen Teamwettbewerb Bolyai teilgenommen und mit einem Team gleich einen Preis abgeräumt. „Das war mal etwas anderes im Team zu arbeiten“, befand Schüler Hannes Krämer aus Jahrgang 9.

Bei diesem recht neuen Teamwettbewerb, den es seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt, treten die Schülerinnen und Schüler in Vierergruppen über die Landesgrenzen hinweg gegen zahlreiche andere Teams der Welt an. Dabei müssen sie 14 Aufgaben aus dem Bereich der Mathematik im Team bearbeiten. „Bei schweren Aufgaben kann man sich im Team helfen“, so Krämer aus Jahrgang 9, der gemeinsam mit Linn Bruns, Alina Helming und Jan Hofschröer als einzige Mannschaft der Schule mit 129 Punkten einen Preis gewinnen konnte. Ebenfalls sehr stark präsentierten sich Mika Schonhoff, Marian Mülder, Robin Borg und Luke Hilvert aus Jahrgang 6, die mit 139 Punkten einen Preis in ihrer Altersklasse knapp verpassten. „Die Schülerinnen und Schüler verdienen für ihre Leistungen großen Respekt“, so Fachobmann Jürgen Herbrüggen. Der Wettbewerb war ein gutes Training für die am 20. März stattfindende emsländische Mathematik-Olympiade, die am Georgianum stattfinden wird. Da wollen die Jugendliche auch gemeinsam stark auftreten.

Besonders erfreulich war für AG-Leiter Martin Glosemeyer, dass fast jeder Jahrgang mit einem Team besetzt war. Auch in Jahrgang 12 nahmen mit Lina Jäckering, Laura Fischer, Jakob Seybering und Henrik Schiller vier Jugendliche teil, die allesamt das Seminarfach „Mathematik auf dem Weg zur Universität“ gewählt haben. „Als Fachgruppe legen wir großen Wert darauf, unseren mathematisch begabten Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten zu geben, ihr Können unter Beweis zu stellen“, sagte Herbrüggen.

Außerdem waren bei der Premiere des Georgianums bei diesem Teamwettbewerb mit am Start: Sieke Hüsing, Kevin Pleuß, Matthias Johanning, Aenekin van Lengerich, Julie Ripperda, Stina Mohaupt, Marie Langenbrink, Julian Köllen, Lisa Schulte, Susanna Berndt, Lena Scharschuch, Jannika Arns, Annika Silies, Theresa Degenhardt, Benedikt Helming, Kaspar Hofschröer, David Zecic, Nele Segger und Arne Feldmann.

Spendenaktion der Sportklasse für die Kinderonkologie Münster

Am 20.01.2017 fand am Gymnasium Georgianum  in Lingen der jährliche Tag der offenen Tür statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde natürlich auch an das Wohl aller Besucher und Mitwirkenden gedacht, so dass sich viele Schüler organisiert hatten, um eine Vielzahl an Leckereien herzustellen und zu verkaufen. Die Erlöse wurden einem guten Zweck, den die Schülerinnen und Schüler selbst bestimmt hatten, gespendet.

So haben sich aus der Sportklasse der 6d des Georgianums die Mädchen Vanessa und Vivien Bludau, Jantje Haar, Marlene Lammers, Lotta Ostermann und Lena Trapka zu einem Team  zusammengeschlossen. Am Vortag presste ein Teil des Teams fleißig rund 4 kg (!!)  Zitronen, um den gewonnenen Saft zusammen mit den mühsam geriebenen Schalen und Zucker liebevoll aufzukochen. Das Konzentrat wurde dann frisch mit Mineralwasser aufgegossen, so dass eine nicht nur gesunde sondern auch sehr leckere Vitaminbombe für jedermann verkauft werden konnte.

Die Schülerinnen stellten ihr Vorhaben unter das Motto „Krebs geht uns alle an“. Der stolze Erlös aus dem Verkauf der Zitronenlimonade von 150 EUR konnte der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie des Universitätsklinikums Münster am 07.02.2017 stolz übergeben werden. Das Ärzte- und Schwesternteam zeigte sich sehr beeindruckt von dieser Aktion und nahmen mit Freude das Geld entgegen. Aus der Spende können für die an Krebs erkrankten Kinder Bastelmaterialien, Spiele oder auch kleine Schlickereien gekauft werden.

Das Orga-Team der Sportklasse des Georgianums  wünscht den Kindern der Onkologie neben der baldigen Gesundung, dass die Anschaffungen aus den Spendengeldern den Klinikaufenthalt etwas erträglicher und abwechslungsreicher machen können.

Die Mädels sind sich einig, dass sie auch künftig weitere Aktionen dieser Art durchführen wollen. Sie hatten viel Spaß und bedanken sich herzlich an dieser Stelle bei allen, die an dieser Spende beteiligt sind.

Strahlende Gesichter beim Team der Kinderonkologie des UKM… v.l.n.r.: Schwester Ulla Stübbe-Fischer, Dipl. Sozialpädagogin Serena Lohmann und Schwester Meike Daif

 

Text und Bilder: Fam. Lammers

 

Weitergehende Links

Zur Sportklasse im Jahrgang 6 hier>>

Waffeln backen für SKF hier>>

Georgianer Lehrkräfte holen Volleyballtitel – auch dank der Schülerinnen und Schüler

Dramatik pur in der Sporthalle des Gymnasiums Georgianum am Freitagnachmittag beim Lehrer-Volleyballturnier 2017. Die Lehrkräfte des Georgianums holten nach dem Sieg im sportlichen Dreikampf nun auch den Titel beim Lehrervolleyballturnier. Das Team gewann in einem packenden Finale gegen das Franziskusgymnasium, sicherte sich den Titel zum dritten Mal in Folge und holte in diesem Jahr das sportliche Double. Einen großen Anteil hatten auch die Zuschauer auf der Tribüne und die helfenden Schülerinnen und Schüler.

Das Turnier mit insgesamt neun Mannschaften startete pünktlich um 15 Uhr. Alle Teams waren erschienen und lieferten sich guten Sport. In der Gruppenphase setzten sich die Mannschaften vom Marianum Meppen, vom Franziskusgymnasium, der Friedenschule und des Gymnasiums Georgianum durch. Im Halbfinale konnte das Franziskusgymnasium klar gegen das Marianum Meppen gewinnen. Die Franziskaner präsentierten sich stark und waren heiß auf das folgende Finale. Das Gymnasium Georgianum folgte dem Franziskus ebenfalls ins Finale durch einen Sieg in zwei Sätzen gegen die Friedenschule aus Lingen. Damit war alles angerichtet für die Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen den beiden Lingener Gymnasien. Im Spiel um Platz drei setzte sich das Marianum Meppen gegen die Friedenschule Lingen durch.

Im Finale steigerte sich die Spannung nach den ersten beiden Sätzen bis zum Siedepunkt. Nachdem das Team des Georgianums den ersten Satz mit 15:10 gewann, konnte das Franzikusgymnasium den zweiten Satz holen. Der dritte Satz musste die Entscheidung bringen. Nach einer Achterbahnfahrt mit knappen Führungen und Rückständen setzten sich die Georgianerinnen und Georgianer zum Ende etwas ab und führten mit 14:12. Dabei feierten die Zuschauer um Jost Heuer, Max Dickmänken, Jasper Ripperda, Ole Börner, Elisa Krüssel und Lia Shpyakina immer wieder lautstark an und brachten damit die entscheidenden Impulse. Das Georgianum siegte am Ende mit 15:13 und feierte den Erfolg. Heraus ragte vor allem Zuspielerin Jennifer Beel, die durch ihre Ruhe und Erfahrung dem Team Sicherheit gab.

Heraus ragte auch die Unterstützung der Zuschauer. „Die Fangesänge der Schülerinnen und Schüler im Finale haben die Stimmung nochmal richtig angeheizt“, kommentierte Lehrerin Antje Friebert. Durch die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter um Franziska Egbers, Laura Fischer, Lina Köster, Florence Lager, Amelie Brühöfner, Elisa Krüssel, Xenia Unruh, Pia Elfert, Lia Shpyakina,  Heiner Herbrüggen und Janus Reinel sowie durch Stadionsprecher Lukas Piechatzek sowie die Helfer Ole Börner und Chris Kösters konnte ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Auch Schulleiter Manfred Heuer, Gerd Höckner und Günter Koch feuerten das Team von der Tribüne und am Spielfeldrand an. „Durch die Hilfe der Schülerinnen und Schüler konnten wir uns voll aufs Spiel konzentrieren“, befand Lehrer Michael Loth.  Allen helfenden Schülerinnen und Schülern sowie den Zuschauern einen herzlichen Dank!

Das Gewinnerteam des Georgianums

Video vom Matchball

 

Autor: Martin Glosemeyer

Bild: Chris Kösters

Video: Tom Bojer

Über Kiel nach Coventry? – großer Erfolg bei der Biologie-Olympiade

Zusammen mit 44 anderen der bundesweit insgesamt 1700 Teilnehmer an der Biologie-Olympiade erreichte Lena Buchmann die dritte Runde im nationalen Vorentscheid dieses Schülerwettbewerbs. Durch diesen Erfolg ist die Georgianerin für die kommende Woche nach Kiel eingeladen, um sich für die vierte Runde zu qualifizieren.

Eingedeckt mit wissenschaftlicher Literatur ihrer Tutorin Frau Horas, bereitet sich Lena Buchmann gewissenhaft auf die intensiven Tage an der Kieler Universität vor.

Auch wenn sich dieser 1990 gegründete Schülerwettbewerb, dessen internationale Finalrunde in diesem Jahr in Coventry (Großbritannien) ausgerichtet wird, an interessierte Schüler der Sekundarstufe II richtet, gehen die Anforderungen und die Erwartungen über den regulären Schulstoff bzw. über ein schulisches Lernpensum deutlich hinaus. In der ersten Runde mussten die Teilnehmer in Heimarbeit eine Ausarbeitung auf Grundlage eines Fragenkataloges anfertigen und dabei selbstständig Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen der Biologie beantworten. So galt es, zum Beispiel aus der Gruppe sog. Darwinfinken den Spitzschnabel-Grundfink in seiner Lebens- und Ernährungsweise vom Großen Kaktusfinken zu unterscheiden. Auch die zweite Runde, eine Klausur mit Multiple-Choice-Fragen und weiteren komplexen Aufgaben, entsprach mit ihrer thematischen Vielzahl von biologischen Teilgebieten nicht einer gängigen schulischen Stoffverteilung. Sicher habe man ein paar Sachen in den Aufgaben ableiten können, doch – so Lena im Interview – sei es hilfreich gewesen, „wenn man sich für die Biologie interessiert und viele wissenschaftliche Artikel liest“.

Zurzeit bereitet sich die Nachwuchsbiologin mithilfe ihrer Biologielehrerin Frau Horas intensiv auf die dritte Runde vor, die aus einer mehrstündigen Klausur und einem praktischen Teil in einem Labor der Universität Kiel besteht. Auch hier in der Vorbereitung wird mehr als schulische Eigenständigkeit von den Teilnehmern abverlangt, wenn man die Bandbreite der vorzubereitenden Themen aus allen Teilbereichen der Biologie betrachtet: Wie unterscheidet man die Beißwerkzeuge von Insekten? Wie fertigt man mikroskopische Zeichnungen an? Wie setzt man eine Nährlösung an? Wie berechnet man statistisch die zeitliche Entwicklung einer Population?

Auch wenn sie nicht unter den zehn Besten kommen sollte, die im Sommer zum nationalen Finale wieder nach Kiel eingeladen werden, biete – so die Jung-Biologin – die dritte Runde die Chance, Kontakte zu knüpfen, und die Möglichkeit, sich auf Praktikumsplätze oder Stipendien zu bewerben. Denn ihr Berufswunsch sei Biologin mit dem bevorzugten Schwerpunkt im Bereich der Mikro- oder Neurobiologie. So freut sie sich auf eine intensive Woche und hofft bei all dem Prüfungsdruck, auch Erfahrungen in der praktischen Laborarbeit sammeln zu können. Die Schulgemeinschaft wünscht ihr dabei viel Erfolg – auf dem Weg über Kiel nach Coventry.

Text und Bild: Stefan Roters.

Volleyballerinnen lösen Landesfinalticket

Es ist geschafft! Die Mädels der WK II stehen im Landesfinale bei Jugend trainiert für Olympia. In Oldenburg feierten die Georgianerinnen drei souveräne Siege und lösten das Ticket für das Landesfinale.

Es berichtet Jennifer Beel

Am Donnerstag, den 09.02.2017, reisten wir mit 7 Spielerinnen zum Bezirksentscheid nach Oldenburg.

Die qualifizierten Mannschaften Gymnasium Georgianum, Gymnasium Bad Iburg, UEG Leer und IGS Flötenteich spielten in einer 4er Gruppe jeder gegen jeden über zwei Gewinnsätze bis 25 Punkte.

Im ersten Spiel erwartete uns UEG Leer.

Die Spielerinnen überzeugten mit starken Aufschlägen und einer guten Abwehrleistung. Im ersten Satz siegten wir noch sehr deutlich mit 25:10, aber im zweiten  gerieten wir in Bedrängnis und liefen stets einem Vorsprung von bis zu vier Punkten hinterher. Erst zum Ende des Satzes ermöglichte eine gute Annahmeleistung insbesondere durch unsere Libera Inma einen starken Spielaufbau, so dass wir den Satz mit 25:23 gewannen.

Der folgende Gegner war IGS Flötenteich, der mit einem sehr deutlichen Ergebnis von 25:8, 25:8 besiegt werden konnte. Insbesondere unsere starken Aufschläge zwangen den Gegner zu vielen Fehlern oder schwachen Angriffen, die wir mit einem starken Gegenangriff beantworteten.

Im letzten Spiel sollte die Entscheidung des Turniers um den Einzug ins Landesfinale fallen, denn das Gymnasium Bad Iburg hatte ebenfalls die ersten beiden Spiele jeweils 2:0 gewonnen.

Das Spiel begann auf Augenhöhe. Im Vergleich zu den vorherigen recht deutlichen Spielen merkte man unseren Spielerinnen an, dass nun eine Schippe draufgelegt werden musste. Das gelang uns: Auch wenn viele Ballwechsel recht lang waren, setzten wir uns ab einem Punktestand von 9:7 ab. Eine gute Annahme-/ Abwehrleistung ermöglichte Merle ein präzises Zuspiel, so dass die Angriffe von Lina, Franzi, Julia, Jessica und Anne durchschlagskräftig über alle Positionen erfolgen konnten. Gegnerische Schwächen nutzten wir gezielt aus, so dass der erste Satz mit 25:13 und der zweite sogar noch deutlicher mit 25:10 gewonnen werden konnten.

Insgesamt betrachtet war das Spielniveau dieses Turniers immer noch relativ schwach, so dass unser Team noch nicht an ihre Grenzen geführt wurde. Es besteht noch viel Luft nach oben, was wir im kommenden Landesfinale in Zeven am 09. März 2017 unter Beweis stellen wollen!

Es spielten:

Anne Alsmeier (8d), Inma Sanchez-Lopez (10a), Jessica Wulkotte (10a), Franziska Egbers (10a), Merle Jäckering (10d), Julia Morgenthal und Lina Köster (10d).

Das erfolgreiche Team

Starker Doppelblock von Franzi und Julia

Auch Jessica und Julia überzeugten im Block

Anne erzielte mehrere Asse mit ihren druckvollen Sprungaufschlägen

Freude nach dem Punktgewinn

Lina im Angriff

Freude und Abklatschen nach dem Turniersieg

„Es gibt nichts Besseres als Frieden!“ – beeindruckendes Zeitzeugengespräch an unserer Schule

In einer fast zweistündigen Veranstaltung, die die Fachschaft Geschichte für die 10. Klassen am vergangenen Freitag (3. Februar 2017) organisiert hatte, berichtete Lingens ehemaliger Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring über das Schicksal seiner Brüder und über das Leben in seinem Heimatdorf vor und während des Zweiten Weltkrieges.

Herr Pflegling als Vertreter der Fachschaft Geschichte begrüßte Herrn Vehring (re.) im Namen der Schulleitung und der Schüler herzlich.

„Ich war 1945 zehn Jahre alt!“ Diese Aussage, mit der Vehring den ersten Teil der Veranstaltung begann, mag in einigen Zuhörern Zweifel an der erlebten Tiefe der gemachten Zeiterfahrung erweckt haben, doch zeigte sich im Voranschreiten des Vortrags schon bald die Besonderheit dieses Zeitzeugenberichtes. Er beruhte zwar auch auf eigenen Kindheitserfahrungen, die Vehring als zweitjüngstes von neun Kindern auf dem Bauernhof der Familie in Klosterholte in den Vor- und Kriegsjahren gemacht hatte. Doch bestach der Bericht vor allem durch seine direkte Unmittelbarkeit, die auf den Kriegserlebnissen der Brüder fußte. Ihre Erfahrungen, den vielen Feldpostbriefen entnommen, standen dann auch, nachdem der Vortragende in einem Exkurs über das tagtägliche Leben in Diktatur und Krieg einen tragfähigen historischen Rahmen abgesteckt hatte, im Fokus der Ausführungen. Sie zeigten eindringlich, wie der Krieg besonders in den Lebensläufen der älteren Brüder das Schicksal launisch verteilte. So verschlug es Bernhard, mit 19 Jahren eingezogen, an den Kriegsschauplatz Nordafrika. Dort wurde er 1941 im frisch gegründeten Afrikakorps als Fahrer auf der 1700 Kilometer langen Küstenstraße von Tripolis bis El-Alamein eingesetzt. Die Kriegsgefangenschaft, in die er dann 1943 geriet, endete nach einer längeren Internierung in den USA 1947 in England. Für Willi, dem zweiten Bruder im Krieg und mit 18 Jahren eingezogen, war 1947 ein ebenso wichtiges Jahr, weil es auch ihm wieder die Freiheit brachte. Denn mit seiner Flucht nach Österreich gelang ihm, sich aus Gefangenschaft zu befreien, in die er nach heftigen Kämpfen auf dem Rückzug seiner Einheit von der italienischen Halbinsel geraten war. Er entging damit weiteren körperlichen Übergriffen jugoslawischer Partisanen, von denen er mit Bitterkeit in seinen Briefen berichtete. Anton hingegen, der mit 17 Jahren Soldat und nach Russland beordert wurde, traf das Schicksal ungleich härter. Auf dem langen Rückzug der deutschen Truppen zurück auf deutsches Gebiet erlitt er seit 1943 vier zum Teil schwere Verwundungen, sodass er sein Kriegsende in einem provisorischen Lazarett im Raum Göttingen erlebte. Ebenso wie seine Brüder wurde er in seinen Briefen zum Berichterstatter der harten und unerbittlichen Kämpfe an seinem Kriegsschauplatz und zeigte dabei aber auch einen unverstellteren Blick auf Not und Elend der russischen Bevölkerung, über die der Krieg mit aller Gewalt zweimal hinweggezogen war.

 

Voll besetzt mit allen Zehntklässlern – der Vorraum zur Mensa.

 

Viel Applaus erhielt der Redner am Ende seines Vortrags, bevor die Schüler Fragen stellen konnten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatte der zehnte Jahrgang die Möglichkeit, vertiefende Fragen zum Vortrag zu stellen. Hier berichtete Vehring eindrucksvoll über die psychischen Auswirkungen des Krieges – über die allgewärtige Todesangst an der Front und über die ständige Bedrohung in der Heimat durch Tiefflieger, über die „totale Erleichterung“, als der Krieg vorbei war, und über die traumatischen Nachwirkungen des Krieges bei seinen Brüdern.

Der Vortrag des 82-jährigen Redners stimmte nachdenklich; und er überzeugte, besonders, weil den Zuhörern mehr als deutlich wurde, wie der weltweite Krieg in die Lebensplanungen dieser elfköpfigen Familie mit seiner ganzen Wucht seine Bahn brach. Er überzeugte auch deswegen, weil er mit den Zeitzeugnissen und dem Zeitzeugen eine beinah unmittelbare Authentizität gewann, die Geschichtsbücher nicht bieten. Er überzeugte, weil es Karl-Heinz Vehring gelang, nicht nur das Vergangene zu erzählen, sondern auch dessen Bedeutung für unsere Gegenwart eindringlich zu formulieren: „Es gibt nichts Besseres als Frieden!“

Freuten sich alle über die gelungene Veranstaltung – die Schüler, Schulleiter Manfred Heuer, Karl-Heinz Vehring und die Organisatoren des Zeitzeugengesprächs Alexander Neubauer und Alexander Pfleging (v.l.).

Text: Stefan Roters. Fotos: Stefan Koch, Stefan Roters.

Personalentwicklung und Änderungen in der Unterrichtsverteilung

Mit Beginn des zweiten Kurshalbjahres nimmt Herr Steffen Kirchbach seine Ausbildung als Studienreferendar an unserer Schule auf. Herr Kirchbach unterrichtet die Fächer Englisch und Erdkunde. Wir wünschen ihm in seiner Ausbildung viel Erfolg und heißen ihn an unserer Schule herzlich willkommen.

Zudem wurde das Stundendeputat unseres Vertretungslehrers Herrn Hendrik Greiwe (Englisch, Erdkunde) durch die Landesschulbehörde zum zweiten Schulhalbjahr erhöht. Die Schule darf sich über den zusätzlichen Englischunterricht durch Herrn Kirchbach und Herrn Greiwe freuen, wenngleich mit den gewonnenen Unterrichtsstunden Veränderungen in der Unterrichtsverteilung einhergehen.

Für das Fach Kunst konnte zum zweiten Schulhalbjahr als Vertretungslehrerin Frau Nadine Buisker gewonnen werden, die mit sechs Unterrichtsstunden eingesetzt wird. Die Schulgemeinschaft begrüßt Frau Buisker herzlich an der Schule.

Aus der Elternzeit zurück sind seit Halbjahresbeginn Frau Eva Lammers (Chemie, Physik) und Frau Andrea Stolte (Latein, Erdkunde), über deren Rückkehr wir uns sehr freuen.

Verabschieden durften wir zum Ende des ersten Schulhalbjahres Frau Christiane Maucher (Deutsch, Biologie) und Frau Julia Scharnhorst (Musik, Latein), die ihre Ausbildung an unserer Schule erfolgreich beenden konnten. Beide haben als Kolleginnen eine Anstellung am Gymnasium Marianum im Meppen gefunden. Herr Molz, der in den letzten vier Jahren die Fächer Spanisch und Niederländisch unterrichtete, wird nun voll an seiner Stammschule, den BBS in Lingen eingesetzt. Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir Frau Maucher, Frau Scharnhorst und Herrn Molz alles Gute!

Die erfreuliche und hilfreiche Personalentwicklung führt zum neuen Halbjahr zwangsweise zu Veränderungen in der Unterrichtsverteilung, insbesondere im Fach Englisch. Wir bitten alle betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern um Verständnis.

Lernen auf verschiedenen Kanälen

Lernen kann vielfältig geschehen und ein Lernzuwachs kann sich auf geistigem, körperlichem, charakterlichem oder sozialem Gebiet ereignen. Die Skifahrten des Gymnasiums Georgianum in den Jahrgängen 7 und 11 trugen gleich auf mehreren Kanälen zu einem Lernzuwachs bei. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Eltern zeigten sich begeistert.

Auf der sozialen Ebene lernten sich die Kinder und Jugendlichen sich und ihre Lehrkräfte besser kennen. Sie lernen gemeinsam aufzuräumen, den Tisch zu decken, Turniere zu planen und durchzuführen und beim Après-Ski bei richtig guter Musik im Bus zu feiern. Sie machten enorme Fortschritte auf dem Weg zu einer Persönlichkeit, die im normalen Schulalltag wohl kaum möglich sind. Sie schweißten sich zu einer Einheit zusammen, die Berge versetzen kann. „Zwei Daumen hoch“, resümierte Schülerin Jana Müller aus Jahrgang 7 nach der fünftägigen Fahrt in den bayrischen Wald. „Die Skifahrt war echt der Hammer. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es war eine super Woche“, befand auch Schüler Tarek Taha aus Jahrgang 11, der mit vielen anderen Schülerinnen und Schüler seines Alters eine Woche in Österreich unterwegs war.

Nicht zuletzt lernten fast alle Kinder auf körperlichem Gebiet innerhalb von vier Tagen vom absoluten Anfänger das Skifahren. Und auch die Erfahrenen machten Fortschritte zu einem richtig guten Skifahrer. Anhand von sieben Merkmalen lernte zum Beispiel die Anfänger/Fortgeschrittenen-Gruppe wichtige Kriterien eines guten Skifahrers, die nach dem deutschen Skiverband vorgegeben werden. Auch die anderen Gruppen, die jeweils von einer Lehrkraft betreut wurde, bekamen in Jahrgang 7 immer wieder sinnvolle Instruktionen, sodass die Kinder und Jugendlichen auch geistig gefordert waren. In Klassenstufe 11 hatten die guten Skifahrerinnen und Skifahrer auch die Chance eine Gruppe zu leiten. Mit insgesamt zehn Lehrkräften und zwei weiteren ehemaligen Lehrern bewies das Georgianum vollen Einsatz und ermöglichte knapp 100 Jugendlichen zwei unvergessliche Fahrten. Auch die Eltern waren sehr gut zufrieden. „Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen. Wenn man als Eltern seine Kinder mit einem guten Gefühl in die Betreuung anderer gibt und seine Kinder dann so begeistert zurückbekommt, dann war es super und man wäre am liebster selber dabei gewesen“, kommentierte Elternteil Stephan Degenhardt die Fahrt.

In Jahrgang 7 standen neben dem Skifahren auch weitere Highlights auf der Tagesordnung. So konnten die Schülerinnen und Schüler beim Tischtennisturnier ihr Können unter Beweis stellen. Im Einzel siegte Mischa von Norren im Finale gegen Herrn Glosemeyer. Bei den Mädchen setzt sich Jana Müller im Finale gegen Frau Beel durch. Bei den Anfängerinnen und Anfängern war Herr Vocks erfolgreich, der im Finale gegen Benedikt Helming gewann. Im Doppel siegten Theresa Degenhardt und Herr Glosemeyer gegen Jennifer Beel und Celine Grote. Im Spiel um Platz drei lieferten sich Jana Müller und Maja Pollmann ein spannendes Match gegen Herrn Dr. Kaufhold und Herrn Vocks, in dem die beiden Lehrer die Oberhand behielten. Aber auch beim „Biathlon-Doppel“ sammelten die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs viele wertvolle Erfahrungen. „Das war eine schöne Idee“, befand Schüler Maurice Lippert, der auch vom Skifahren begeistert war. „Wir haben sehr viel gelernt und dadurch hatten wir sehr viel Spaß.“ Es gewannen hier Maja Pollmann mit Herrn Glosemeyer vor Celine Beel und Simon Platt. Dritter wurde Mischa von Norren gemeinsam mit Anna Herbers.

In Jahrgangsstufe 11 siegte beim Tischtennisturnier Theo Volbers vor Jakob Hüllsieck und Frau Börger, die sich gegen Nicola Heskamp durchsetzte. Am letzten Abend wurde zudem von jeder Gruppe etwas vorgetragen. „Es wurde auch ein Video zur Fahrt gezeigt“, berichtete Frau Börger. Gelernt haben alle Beteiligten eine ganze Menge. Und das gleich auf mehreren Kanälen. Gemeinsam lernt es sich doch am besten.

 

Weitere Bilder findet ihr HIER.

Gruppenfoto der Klassen 7 bei super Wetter in Mitterdorf

Gruppenfoto des 11. Jahrgangs bei super Wetter in Österreich

Weitere Bilder und ein Video zur Fahrt findet ihr HIER.

 

Autor/Bild: Martin Glosemeyer

Georgianer spenden für Kinder in Not

Mit der Scheckübergabe an den Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) endete am vergangenen Dienstag (24. Januar 2017) eine von Schülern aus dem Jahrgang 6 des Gymnasiums Georgianum durchgeführte Aktion.

Stattliche 150 Euro überreichten die Initiatorinnen und die Schülervertreter der Klasse 6d Marita Theilen vom SKF, die sich nicht nur von der Summe, sondern auch von der selbst- und eigenständigen Durchführung beeindruckt zeigte. Denn die gemeinsame Unternehmung musste nicht nur für das Sammeln der vielen Pfandflaschen koordiniert werden. Auch der zweite Teil der Aktion, der erfolgreiche Waffel-Aktionstag vor Beginn der Weihnachtsferien, stellte die Sechstklässler vor logistische Herausforderungen: Wer stellt wieviel Teig her? Wer besorgt die notwendigen Waffeleisen? Und vor allem: Wie könnte es gelingen, möglichst viel Mitschüler vom Verzehr des Gebäcks zu überzeugen?

Praktikantinnen am Waffeleisen: Einiges war zu organisieren, um die Aktion der Klasse 6d erfolgreich durchzuführen.

Nicht weniger wichtig – eine auffällige Werbung für ihre Aktion.

Erfreut über so viel Eigeninitiative, bedankte sich Theilen herzlich bei der Klassengemeinschaft, auch dafür, dass die Klasse entschieden hatte, das Geld für die Kinder im Lingener Frauenhaus zu spenden. Zur Lebenssituation der rund fünfzig Kinder, die im Jahr mit ihren Müttern vor Stress, Angst und Gewalt aus dem häuslichen Umfeld ins Frauenhaus flüchten, beantwortete Theilen die zahlreichen Nachfragen der Gymnasiasten und zeigte durch ihre anschauliche Schilderung den Schülern eindrücklich auf, wie sinnvoll ihre Spende angelegt ist – für diese Kinder in Not.

Stille Freude über das Erreichte und das Überreichte. v.l.: Lena Trapka, Vivien Bludau, Schulleiter Manfred Heuer, Jantje Haar, Marita Theilen (SKF), Rosa Krüger, Klassenlehrer Marc-André Kaufhold, Frederik Wichmann

Text: Stefan Roters. Fotos: Marc-André Kaufhold, Stefan Roters.

Seminarfach „Georgianer für Menschen in Not“ im Friedensdorf in Oberhausen

„Die Kinder nahmen uns sofort an die Hand und wollten mit uns spielen“. Was sich so selbstverständlich liest, ist nicht unbedingt zu erwarten, wenn man das Friedensdorf in Oberhausen besucht und nicht weiß, auf wen man hier trifft. Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Vorfeld über die Arbeit der Institution informiert und wussten daher, dass sie Kinder sehen werden, die zum Beispiel wegen der Explosion einer Gasflasche oder der Detonation einer Landmine starke Verbrennungen, Verätzungen und verstümmelte Gliedmaßen haben. Sie kommen unter anderem aus Usbekistan oder Angola – aus Ländern, die nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehen. Wenn sich ein Kind hier ein Bein bricht, müssen die Eltern beim Arzt für die Behandlung bar bezahlen, was ihnen bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von knapp 200 Dollar nicht möglich ist. Das Kind muss unter starken Schmerzen mit dem gebrochenen Bein weiterleben, der Knorpel bildet sich zurück, Knochen versteifen, deformieren und entzünden sich schließlich. Ohne operativen Eingriff und antibiotische Behandlung ist der Tod in der Regel unumgänglich. Das Friedensdorf arbeitet mit Partnerorganisationen zusammen, die vor Ort genau diese Kinder aufspüren und den Mitarbeitern der Institution vorstellen. Alle sechs Monate werden die kleinen Patienten aus den Kooperationsländern nach Deutschland geflogen und in Krankenhäusern verteilt, die die Operationen und Behandlungen kostenlos durchführen. Auch das Bonifatius-Hospital in Lingen zählt zu diesen Kooperationspartnern. Im Krankenhaus werden die Kinder nach ihrer Operation von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut, um schließlich nach ihrer stationären Entlassung im Friedensdorf in Oberhausen wieder auf die Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet zu werden. Sie erfahren hier wichtige physiotherapeutische Behandlung, aber auch die Vermittlung von lebenspraktischen Dingen, die ihnen in ihrer Heimat Vorteile verschaffen können. Während die Mädchen haushaltsnahe Fähigkeiten erlernen, werden die Jungen handwerklich geschult. In ihren Ländern zählen keine Zeugnisse, sie bekommen Arbeit, indem sie zeigen, was sie können.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler am Donnerstagabend mit diesen Grundsätzen der Arbeit und dem Dorf an sich vertraut gemacht wurden, trafen sie Freitagvormittag nach dem Frühstück auf 20 Kinder, mit denen sie sich in zuvor im Unterricht erarbeiteten Workshops beschäftigten. Taschen konnten bemalt, Traumfänger und Masken gebastelt werden, das Basteln von Ketten und Halsbändern war ebenso beliebt wie das einfache Bemalen und Gestalten von Luftballons oder die Gestaltung von bunten Kresseköpfen. Mit allerlei Selbstgestaltetem, Masken im Gesicht, bunten Ketten an den Armen und einer ausgelassenen Fröhlichkeit verließen die 4-8jährigen ihre neuen Freunde nach gut zwei Stunden wieder und werden sicherlich das ein oder andere Andenken an diesen Tag mit in ihre Heimat nehmen.

Text und Fotos: Frank Kösters

„Von einem, der auszog, das Abenteuer zu suchen“ – Tag der offenen Tür am Gymnasium Georgianum

Wie schon in den letzten Jahren zuvor so bildete auch der Tag der offenen Tür am vergangenen Freitag (20. Januar 2017) in diesem Jahr den Abschluss einer Veranstaltungsreihe, mit der unsere Schule Viertklässler und deren Eltern über die Arbeit am Georgianum informiert.

Standen in den Informationsveranstaltungen in den letzten Wochen zunächst die gymnasialen Anforderungen, das breite Sprachenangebot, die Themenklassen sowie das bewährte Präventionskonzept im Fokus, so konnten sich die Schüler aus dem vierten Jahrgang nun durch die vielen Aktionen der Georgianer einen nachhaltigen Eindruck von den neuen Unterrichtsfächern und den Räumlichkeiten verschaffen und damit einen vertiefenden Einblick in das aktive und breitgefächerte Schulleben an unserer Schule gewinnen.

Zum Start in den Tag der offenen Tür versammelten sich unsere Gäste in der Aula.

 

Dort begrüßte Schulleiter Manfred Heuer alle Anwesenden und den Streicherchor, der unter der Leitung von Herrn Badde unter anderem „We are the Champions“ präsentierte.

 

In einem spontanen Gespräch mit Herrn Heuer berichtete Eva Hangyi, aus dem 5. Jahrgang und Geigerin im Ensemble, wie positiv sie den letzten Tag der offenen Tür als Viertklässlerin und die ersten Wochen bis zu den Kennenlerntagen am Georgianum erlebt hat.

 

Dass unsere Schule sportfreundlich ist, davon überzeugten Schüler aus den Sportklassen die Besucher mit einer Bewegungslandschaft.

 

Die ersten Früchte der musikalischen Basisarbeit präsentierte die Musikklasse des fünften Jahrgangs unter der Leitung von Frau Tilmann-Bürger und mit Unterstützung von Frau Jansen (1.v.re.) am Klavier.

 

Auch die „Internationale Klasse“ stellte Selbsterarbeitetes vor – vier selbst verfasste Sketche in englischer Sprache, die jeweils einen Kriminalfall und dessen Aufklärung behandelten: hier den Diebstahl eines Gemäldes.

 

Informationen aus erstem Mund: Herr Kösters interviewt für die anwesenden Grundschuleltern Fünftklässler zu ihren ersten Eindrücken und Erlebnissen aus den vergangenen Monaten.

 

Zum Tragen zu fragil, aber dennoch sehr ansehnlich – die Ergebnisse eines Modeprojektes aus der Klasse 9.

 

Umlagert – der Info-Stand zur neuen Robotik-AG. Mit zehn neuen Robotern der Marke „Thymio“ startet die Arbeitsgemeinschaft im neuen Halbjahr. Besonders waren die jungen Tüftler von der symbolischen Programmieroberfläche angetan, die jedem Neuling zu einem schnellen Einstieg verhilft, verschiedene „Thymios“ miteinander kommunizieren zu lassen. Im neuen Schuljahr wird es dann im Rahmen des neuen MINT-Profils möglich sein, mithilfe der visuellen Programmiersprache „Blockly“ beispielsweise die elektronisch gesteuerten Automaten Hindernisse umfahren zu lassen.

 

Einen Leckerbissen präsentierte die Fachschaft Deutsch. Die Schüler aus dem 6. Jahrgang, die sich im Deutschunterricht mit Jugendbuch „Iwein Löwenritter“ beschäftigt hatten, stellten ihre ,Auseinandersetzung’ mit dem Roman von Felicitas Hoppe vor – sei es in Form von gebastelten oder gebauten Burgen, sei es mit einer eigenen Stellwand zum mittelalterlichen Ritterwesen oder als kleinen Film bzw. Fotoroman zum Buch, oder sei es …

 

mithilfe von interessanten Lesetagebüchern, mit denen sie sich in die Geschichte um den Ritter Iwein, einem Ritter am Hofe von König Artus, hinein vertieften. Zeichnungen von Protagonisten, Bilder von Landschaften, Briefe an Iwein, Charakterisierungen wichtiger Figuren oder die Untersuchung über die Verwendung von Farben im Roman – all das ließ sich in den ausgestellten Mappen finden. Diese zeichneten so durch Einfallsreichtum anschaulich den wechselvollen Lebensweg des Ritters nach, „von einem, der [- obwohl durch Herz und Pflicht gebunden -] auszog, das Abenteuer zu suchen“.

Text: Stefan Roters. Fotos: Kilian Mülder, Stefan Roters.

 

 

 

 

 

Lehrkräfte schlagen zurück – Sieg im sportlichen Dreikampf

Das war durchaus eindrucksvoll. Das Team der Lehrkräfte setzte sich im sportlichen Dreikampf gegen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit 2:1 durch.  Dabei zeigten beide Teams gute Leistungen. „Das waren sehenswerte Spiele in allen Disziplinen“, kommentierte Lehrerin Jennifer Beel. Auch Lehrer Dominik Stauber sah nur kleine Unterschiede. „Erst das letzte Duell brachte die Entscheidung. Über Sieg und Niederlage entscheiden dabei oft nur fünf Minuten.“

Im ersten Duell im Fußball präsentierten sich die Lehrkräfte in Topform. Von Beginn an standen die Lehrerinnen und Lehrer tief und agierten aus einer sicheren Defensive heraus auch nach vorne richtig gut. Den ersten Treffer erzielte Martin Glosemeyer als er Torwart Mika Alten-Mönnink umkurvte und abschloss. Auch den zweiten Treffer erzielte Glosemeyer als er aus halbrechter Position links unten traf. Die Schülerinnen und Schüler versuchten vieles, gelingen wollte aber gegen tief stehende Lehrkräfte nicht allzu viel. Den dritten Treffer erzielte Katharina Börger per Kopf.  „Das war richtig gut rausgespielt“, lobte Torwart Mika Alten-Mönnink, dessen Team noch auf 3:1 verkürzen konnte. „Es war knapp. Wir haben das Spiel über die Taktik entschieden“, resümierte Lehrer Michael Loth.

Im zweiten Spiel präsentierten sich die Schülerinnen und Schüler im Volleyball von ihrer besten Seite. In zwei Sätzen ließen sie den Lehrkräften keine echte Chance. Dabei mussten sie noch auf drei wichtige Stammkräfte verzichten. „Wir haben nicht schlecht gespielt. Aber die haben echt jeden Ball zurückgebracht“, lobte Loth. Die Schülerinnen und Schüler holten alles was die Lehrkräfte über das Netz brachten und konnten selber immer wieder durch starke Angriffe zum Erfolg kommen. Heraus ragte Malte Humbert, der immer wieder durch starke Aufschläge und Angriffsschläge zu überzeugen wusste. Nach den ersten beiden Duellen stand es damit 1:1.

Die Entscheidung musste im Basketball fallen. In der ersten Hälfte entwickelte sich eine spannende Partie, in dem die Lehrkräfte schnell einen vier Körbe Vorsprung herausarbeiteten und diesen bis zur Pause halten konnten. Heraus ragten auf Seiten der Lehrer Michael Loth und Hendrik Greiwe, die in der Offensive beide für viele Punkte sorgten. Ebenfalls stark zeigte sich Dominik Stauber, der viele Rebounds holte. Auf Seiten der Schülerinnen und Schüler ragte Alex Schmidt heraus, der den sehenswertesten Korb erzielte und auch sonst durch viele gute Aktionen positiv auffiel. Die Lehrkräfte behielten knapp die Oberhand und sicherten sich damit im dritten Jahr den Titel zum zweiten Mal. „Unser gezieltes Training hat sich gelohnt“, freute sich Lehrerin Katharina Börger.

„Es hat richtig Spaß gemacht. Meiner Meinung nach sollte das zum festen Programm der Schule gehören“, befand Schülerin Antonia Sorge. Auch zufrieden zeigte sich Schülerin Judith Staudemeyer. „Auch wenn wir verloren haben, hat es total viel Spaß gemacht und das ist die Hauptsache.“

Ein besonderer Dank gilt dem Orgateam auf Seiten der Schülerinnen und Schüler um Lina Jäckering, Antonia Sorge, Marcel Teich und Malte Humbert sowie an Fotograf Stefan Koch. „Das Turnier hat allen viel Spaß gemacht. Da engagiert man sich gerne“, so Jäckering.

Auch einen Dank gilt Lukas Piechatzek und Lukas Schumacher, die als Stadionsprecher eine tolle Leistung ablieferten. „Es war eine sehr spannende Veranstaltung, deren Art von sportlichem Kräftemessen von Lehrern und Schülern in diesem Format unvergleichbar ist“, kommentierte Piechatzek.

Ebenfalls erfreulich war der Einsatz einiger Schülerinnen und Schüler aus dem Sporttheoriekurs aus Jahrgang 10, die beim Verkauf mithalfen und als Schiedsrichter fungierten. Danke an Franziska Egbers, Lina Köster, Yannik Panke, Manuel Schnauber, Julian Schlagböhmer, Jan Penninggers, Inma, Lisa Tebbel, Julia Bröskamp und Jane Kisser.

Auch waren doch rechte viele Schülerinnen und Schüler zur Veranstaltung erschienen und schauten auf der Tribüne zu. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Gemeinsames Gruppenfoto zum Abschluss

Teambesprechung vor derm Auftritt im Fußball

Teambesprechung beim Fußballteam der Schülerinnen und Schüler

Einiges los auf der Tribüne

Sicherer Rückhalt: Dominik Stauber

Katharina Börger beobachtet Leonie

Hanjo Vocks in Aktion. Mika behält die Oberhand.

Antonia Sorge ist stark am Ball, Jennifer Beel beobachtet alles ganz genau.

Martin Glosemeyer im Interview mit Lukas Piechatzek. Danben der zweite Stadionsprecher Lukas Schumacher.

Janus Reinel und Heiner Herbrüggen gucken zu

Interessante Annahme von Michael Loth. Glosemeyer und Friebert beobachten.

Inma und Lisa Tebbel stellen die Tafel

Martin Glosemeyer beim Aufschlag

Bangen auf der Bank

Martin Glosemeyer zieht ab

Volle Kraft voraus: Michael Loth im Angriff. Marcel, Pia und Malte beobachten die Situation.

Jasmin Bültel haut drauf, blocken ist vergeblich.

Vorbildlicher Angriffsschlag von Sebastian Zermann.

Krisensitzung bei den Lehrkräften nach einem Rückstand im Volleyball

Ragte heraus: Malte Humbert

Volle Konzentration bei Michael Loth und Jennifer Beel

Freude nach dem Sieg bei unseren Schülerinnen und Schülern

Im Basketball eine Bank: Alex Schmidt.

Sicher in der Ballbehauptung: Michael Loth abgeschirmt hier von Frederik Telkemeyer.

Gedrängel unterm Korb

Iliya Pyyschni verfolgt von Nathali Scherrmann

Freude nach dem knappen Erfolg

Großer Jubel nach dem Erfolg und strahlende Gesichter.

 

Autor: Martin Glosemeyer

Bilder: Stefan Koch

Tag der offenen Tür am Freitag

Der auf Grund der Witterungsbedingungen ausgefallene Tag der offenen Tür am Gymnasium Georgianum wird an diesem Freitag, den 20.01. (15–18 Uhr; im EL-Kurier stand FÄLSCHLICHERWEISE 20.02.) nachgeholt. Das Georgianum lädt alle Kinder des vierten Jahrgangs und ihre Eltern ein, das Georgianum, seine Lehrer sowie das Angebot der Schule kennenzulernen. Beratungsgespräche mit der Möglichkeit einer Voranmeldung für das Schuljahr 2017/18 finden vom 8. 2. (Mi.) bis zum 10. 2. (Fr.), jeweils von 15 bis 18 Uhr, statt. Diese Gespräche stehen allen offen und bedürfen keiner Vorabsprache. Die endgültigen Anmeldetermine sind vom 26. 4. (Mi.) bis zum 28. 4. (Fr.), jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, heißt es abschließend in der Mitteilung der Schule.

EL-Kurier vom 18. Januar 2017

Kostbare Kulturschätze des Emslandes gerettet

Wertvolle Bücher der Barock-Bibliothek im Gymnasium Georgianum restauriert

Mitglieder des Kiwani-Clubs waren anlässlich eines Vortrags zur Geschichte der historischen Bibliothek des Gymnasiums Georgianum über die Fülle großartiger und seltener Exemplare sehr überrascht. Erschrocken waren sie jedoch auch über den Erhaltungszustand zahlreicher Bücher.

Denn an ihnen ist der Zahn der Zeit nicht vorübergegangen. Frühere Benutzungen und teilweise unsachgemäße Behandlungen haben zahlreiche Bücher in einen bedenklichen Zustand versetzt und Spuren hinterlassen. Die Kiwanis entschlossen sich spontan, sich an den Aufwendungen für notwendige Buchrestaurationen zu beteiligen.
Dank ihrer finanziellen Hilfe konnten durch die exzellente professionelle Arbeit der Buchrestauratorin Sif Dagmar Dornheim aus Osnabrück ausgewählte Bücher wieder in einen akzeptablen Zustand versetzt werden. Diese Werke können somit in den nächsten Jahrzehnten wieder benutzt werden.

Restauriert wurde zum Reformationsjubiläum eine vom spanischen Theologen und Orientalisten Benito Arias Montano (1527–1598) übersetzte Bibel (Antwerpen, 1584). Auch eine Lutherbibel, gedruckt 1590 in Wittenberg, ein Geschenk an die Bibliothek von Karl Heinrich Mauve (1720–1786), seinerzeit Kriegs- und Domänenrat in Lingen, wurde restauriert. Präsentabel ist nun auch wieder ein geschichtliches Standardwerk der Oranierzeit, die „Historien der Nederlanden“ von Emanuel van Meteren (Amsterdam, 1647). Ein handschriftlicher Vermerk verweist darauf, dass es der ehemalige Schüler der Lingener Universität und späterer Jurist Johannes Noachus Du Fay aus Amsterdam 1709 der Bibliothek geschenkt hat. Diese Ausgabe ist im deutschen Sprachraum nur noch in der Universitätsbibliothek Münster und in der Staatsbibliothek München vorhanden.
Schulleiter Manfred Heuer zeigte sich sehr erfreut über die von historischer Verantwortung zeugende Aktion der Kiwanis. Dankbar sei er gegenüber einem Erbe, „das innerhalb der kulturellen Förderung bisher eher stiefmütterlich behandelt wird, aber noch weiterer Unterstützung bedarf, zumal die Schule über keinen eigenen Etat für die historische Schulbibliothek verfügt.“ Auch sein Vorgänger Heinz Buss, der sich seit über vier Jahren um die Barock-Bibliothek kümmert, erhofft sich, dass diese Kiwani-Aktion „Schule macht“. „Es wäre sehr erfreulich, wenn weitere Sponsoren dieses kulturelle Erbe unterstützen würden.“

Text und Fotos: Johannes Franke

Kluge und kreative Köpfe

„Das ist eine ganz besondere Leistung“, freute sich Georgianums Schulleiter Manfred Heuer über den Erfolg zweier Schüler im Bereich Mathematik. Mit Mika Schonhoff (Klasse 6) und Henrik Schiller (Klasse 12) haben es gleich zwei Schüler zur Landesrunde der Mathematik-Olympiade geschafft, die im Februar in Göttingen stattfindet. „Das hatten wir in den letzten fünf Jahren noch nicht“, kommentierte Mathematiklehrer und AG-Leiter Martin Glosemeyer, dass zwei Schüler dort hinfahren.

Beide sind sehr kluge und kreative Köpfe, die in der 2. Runde herausragten. Schonhoff erzielte die beste Punktzahl der Schule und errang 37 von 40 Punkten. Schiller überzeugte vor allem durch seine kreativen und individuellen Lösungen. „Er ist sehr talentiert und hat interessante Ideen“, so Glosemeyer. Schiller freut sich, dass er am Wettbewerb teilnehmen kann. „Die Aufgaben regen sehr zum Nachdenken an. Wenn man dann auch noch kleine Erfolge damit erzielt, macht es noch mehr Spaß. Es zeigt einem, dass man damit weitermachen sollte.“ Schonhoff ist ebenfalls begeistert, setzt sich aber selber nicht unter Druck. „Ich habe auch schon vor 1000 Leuten einen Auftritt gehabt. Ich bin da ganz entspannt. Dennoch will ich da mitmachen und gut abschneiden.“

Das Georgianum nimmt mit seinen über 1000 Schülerinnen und Schüler immer wieder an vielen verschiedenen mathematischen Wettbewerben teil, um die Schülerinnen und Schüler auf einem hohen Niveau zu fördern und zu fordern. Damit die Jugendlichen auch außerhalb der Wettbewerbe noch vertieft Mathematik betreiben können, bietet das Georgianum eine Mathematik-AG an, in der die Talente ihre Fähigkeiten weiter ausbauen können. In besonderer Erwartung blickt die Schule in diesem Jahr auf die emsländische Mathematikolympiade, die am 26. März am Georgianum ausgetragen wird. „Wir freuen uns riesig. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, so Glosemeyer, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen die besten jungen Mathematikerinnen und Mathematiker des Emslands und der Grafschaft Bentheim der Klasse 5-10 erwartet.

Autor: Martin Glosemeyer; Foto: Lukas Piechatzek

GGO beim Neujahrsempfang in Darme

Zur jährlichen Rückschau ins vergangene Jahr und zu einem Ausblick auf die kommenden Monate hatte der Ortsrat Darme am vergangenen Sonntag (15. Januar 2017) nicht nur interessierte Darmer, sondern auch das GGO eingeladen. In kleiner Besetzung gestalteten die Bandmitglieder zusammen mit Frau Scheermann und Herrn Bako den musikalischen Rahmen der Veranstaltung, die im Hotel „Zum Märchenwald“ stattfand.

 

Brachten mit ihrer Freude am Musizieren auch den Saal zum Strahlen – (v.l.): Clara Strube, Frau Scheermann, Melissa Schulz, Jakob Eckholt, Miriam Kuper, Moritz Eckholt, Theresa Nguyen, Amelie Daum, Herr Bako.

 

Der erste Beitrag „I See Fire“ von Ed Sheeran.

 

Theresa Nguyen sang in Begleitung von Herrn Bako „Read All About It“ von Emeli Sandé.

 

Im vollbesetzten Saal lauschten die Zuhörer dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

 

Wie schon im Adventskonzert präsentierte Frau Scherrmann „Falling slowly“ von Glen Hansard and Marketa Irglova aus dem Film „Once“ – diesmal im Duett mit Herrn Bako.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Einige Eindrücke von der Geschenkaktion zur Weihnachtszeit 2016

Einige Eindrücke von der Geschenkaktion 2016 und den Übergaben der Geschenke an die Kinder und Jugendlichen betreut durch den SKF Lingen, das Edith-Stein-Haus in Lingen, das Christophoruswerk, den Jugendtreff Stroot und die Matthias-Claudius-Schule in Lingen.
Herzlichen Dank an alle, die die Geschenkaktion, die Waffelbackaktion und die Pausenauszeiten im Advent auf so vielfältige Weise ermöglicht und unterstützt haben (mit den vielen liebevoll verpackten Geschenken, durch die Unterstützung bei technischen/organisatorischen Angelegenheiten u.v.m.)!
Ein großes Lob an die Schülerinnen und Schüler der AG „Schulpastorales Projekt“, die sich dabei ebenso vielfältig engagiert haben!

Text und Fotos: Stefanie Merscher

Unser Stern – ein helles Licht in dunkler Nacht!

Zu einem ökumenischen Gottesdienst unter der gemeinsamen Leitung von Pastor Dieter Grimmsmann (Kreuzkirche) und Kaplan Michael Schockmann (St. Bonifatius) versammelten sich am vergangenen Dienstag (20. Dezember 2016) die Klassen 5 und 6 unserer Schule in der Kreuzkirche. Am letzten Tag vor den wohlverdienten Ferien kam die gesamte Unterstufe zusammen, um sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.

 

Nachdem das Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ verklungen war, führten Schülerinnen aus Vorbereitungsteam um Frau Beel, Frau Kurnei und Herrn Vogt ins Thema ein. Die beiden erinnerten an das Wechselspiel im Leben eines jeden – von traurigen Erlebnissen und persönlichen Sternstunden, in denen man Luftsprünge machen könne. Aber man erkenne sie nicht sofort, sondern oft gingen diese im Alltäglichen unter. Ähnlich sehe es mit den aufgehenden Sternen am Himmel aus – erst in der Dunkelheit könne man sie deutlich wahrnehmen.

 

Unter der Leitung von Frau Tilmann-Bürger und mit Begleitung von Herrn Badde am E-Piano trugen die Musikanten an ihren Instrumenten zur adventlichen Stimmung bei.

 

Berichteten von ihren Sternstunden mit sinnfälligen Beispielen, die sie erlebt haben – die Schülerinnen, die u.a. von Frau Beel (1.v.l.) betreut wurden. Zugleich leiteten sie damit zur Schriftlesung aus Jesaja (Kap. 9) über, in der es um die Israeliten geht, die in der Dunkelheit ihres Exils vom Weg abgekommen sind, weil sie nicht mehr auf Gott vertrauen. Der Prophet fordert die Bedrückten auf, nach ihrem Gott zu suchen, der sich mit einem hell strahlenden Licht am Firmament offenbare, dass uns ein Kind geboren ist.

 

Mit vielen Instrumenten präsentierten die Musizierenden eine „Klingende Weihnachtsgeschichte“, in der es um zwei Jungen geht. Der eine, von Misstrauen und von Zorn bedrückt, erkennt im großen Stern, der am Himmel leuchtet, nicht Gott wie der andere.

In seiner Predigt nahm Pastor Grimmsmann den Kern der „Klingenden Weihnachtsgeschichte“ auf und stellte nochmals die beiden Protagonisten gegenüber. Der eine sei blind für den Stern, und dann der andere, dem Gott sich zeige, habe den Stern erkannt und sei ihm gefolgt – das sei seine Sternstunde. In allen Weihnachtsgeschichten gebe es diese glückliche Wendung, die durch die verwandelnde Kraft des Kindes geschehe. Denn das Kind in der Krippe habe das Herz des Jungen eingenommen.

 

„Gott, schenke du ein Licht zur Freude aller Menschen, die uns zu Weihnachten eine Freude machen wollen.“ – diese und weitere Fürbitten trugen die Schüler zusammen mit Frau Kurnei (1. v.l.) vor Gott und hefteten sie an der Pinnwand sichtbar zu einem Stern zusammen.

 

Pastor Grimmsmann (l.) und Kaplan Schockmann baten im Segensgebet Gott um Versöhnung, wo Streit ist, und um Trost für alle, die traurig sind.

Text und Fotos: Stefan Roters.

 

The Drum(le) Book

Zu einer musikalischen Reise lud das Seminarfach „Rhythm is it – Rhythmus als Lebensgefühl“ im Dezember 2016 die Schulgemeinschaft in die Aula des Georgianums ein. Ihrem Publikum präsentierten die 14 Schüler dabei Erlerntes und selbst Einstudiertes.

The drum(le) book – in Anlehnung an das Dschungelbuch – beschreibt durch ,taktvolle’ Beiträge die Suche eines Drummers nach seinem ihm entrissenen Schlagwerks. Und indem er sich auf seiner Reise mit fremden Kulturen und deren ureigenen Rhythmen auseinandersetzt, gelingt es ihm, sein verlorenes Schlagzeug wieder- und neue Freunde zu finden.

Versunken in seinem Tun und spielerisch rhythmisch an der Bassdrum, an den Tomtoms oder am Hi-Hat – der Hauptprotagonist (Moritz Eckholt).

 

Nicht nur das Floortom, sondern auch das Snaretom wird ihm entrissen – diese taktlose Tat wird Anlass für seine Reise.

 

Stampfen und schliffen mit ihren Schuhen auf bzw. über den Bühnenboden zu einem ,Arbeitslied’, um das ewig wiederkehrenden ihrer schweren Arbeit zu demonstrieren.

 

Auch das Publikum wurde mehrfach durch einfache Rhythmusinstrumente einbezogen und zum Mitmachen eingeladen.

 

Die nächste Station auf seiner Reise – der sonst taktvolle Schlagzeuger muss sich im Meisterkampf bewähren. Der Stockkampf war im letzten Semester bereits Thema im Seminarfach von Frau Jansen und Frau Tilmann-Bürger – in einem speziellen Wochenendworkshop mit Steffen Naumanns.

 

Nächste Station die Übermittlung der „Urwaldpost“ durch Kongas.

 

Wieder gelingt es dem Suchenden durch Mitmachen, sein Schlagzeug zu komplettieren.

 

Mit Schnipsen und …

 

…dem Stühle-rücken endete die Reise in den Alltagsklängen.

 

Nach dem Schlussapplaus bedankte sich Schulleiter Manfred Heuer bei allen Akteuren dieser besonderen Vorstellung und zeigt sich angenehm überrascht, mit welchen alltäglichen Dingen Rhythmen erzeugt worden seien.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Mit Herz und Begeisterung – Musikgruppen des Georgianums gestalten besonderes Konzert

Zum traditionellen Adventskonzert unserer Schule versammelten sich am vergangenen Donnerstag (15. Dezember 2016) Gäste und Eltern, Schüler und Lehrer zum zweiten Mal in der voll besetzten Maria Königin Kirche. Miteinander erlebten sie eine heitere und fröhliche Veranstaltung – in musikalischer Vielfalt und voll von vorweihnachtlicher Stimmung.

In ihrer kurzen Ansprache begrüßte Gemeindereferentin Maria Bruns als Vertreterin der Kirchengemeinde alle Anwesenden und nahm die beinahe klagende Frage des Eröffnungsliedes „Ubi sunt gaudia?“ (Wo sind die Freuden?) auf und lud das Publikum zur abendlichen Spurensuche ein. Schulleiter Manfred Heuer verwies auf das Glück, in solch einer großen Kirche mit der großen Anzahl an Mitwirkenden die Veranstaltung durchführen zu können. Ebenso hob er hervor, dass es notwendig sei, Schulgemeinschaft in einem anderen Raum und unter anderen Vorzeichen zu erfahren und zu erleben.

Gleich mit fünf Musikstücken bestritten die Schüler der Musikklasse 5b zusammen mit der 5e den ersten Teil des Konzertes und meisterten ihren ersten großen Auftritt vor der Schulgemeinschaft – zusammen mit ihren Dirigentinnen Gaby Jansen und Maria Tilmann-Bürger.

 

Sicher im Buchstabieren, im Gesang und im Spiel verwiesen die Schüler mit ihrem Lied „Der Herr kommt uns entgegen“ auf die Kernbotschaft des Advents.

 

Zum allerersten Mal am Georgianum: fünf Streicher = ein Streichquintett, das konzentriert den „Abendsegen“ von Humperdinck spielte. (v.l.: Linus Hammer, Lina Sandschulte, Sebastian Ricke, Luca Ellberg, Angelina Dederer).

 

Wie kann man sicher sein, dass ein Lächeln, dass eine Berührung wirklich freundlich gemeint ist? – Ihre musikalische Antwort packte die Klasse 5a für ihre Zuhörer in ein Lied: „Schau den Menschen nur in ihre Augen!“

 

Besangen nicht nur den gewogenen Beifall, bekamen ihn auch für ihre Darbietung von „Applaus, Applaus“ der Sportfreunde Stiller – die Musikklasse des 6. Jahrgangs mit ihrem Klassenlehrer Alexander Neubauer.

 

Füllten den ganzen Raum mit ihrem herzlichen Gesang – die Schülerinnen unseres Schulchores mit Chorleiter Johannes Badde am Klavier.

 

Zwar mit reduzierter Instrumentierung, aber mit einem überzeugenden Vortrag: Eva Gebbe (Klavier) und Sarah Michel (Violine) mit dem Welthit „My Heart Will Go On“.

 

Spielte und begeisterte – mit Stücken von Händel, Mendelssohn Bartholdy und einem gefälligen „Jingle Bell Rock“: der Streicherchor unserer Schule – hier gemeinschaftlich mit seinen Leitern: Johannes Badde am Taktstock und Felix Hammer an der Violine (1.v.l.).

 

Klassenmusizieren I: die Klasse 7c mit dem englischen Volkslied „The First Noel“ unter der Leitung von Referendarin Elisabeth Kruse.

 

Klassenmusizieren II: Die Klasse 7d – mit Begleitung ihres Musiklehrers Peter Scholz am E-Piano – wünschte allen für die kommende Zeit ein herzliches „Feliz Navidad“, was die Zuhörer mit begeistertem Klatschen erwiderten.

 

Ein fest gesetzter Programmpunkt in jedem Konzert zum Advent – der Auftritt der Band Relics, die gemeinsam mit Mentor Georg Rosen (Gitarre, 1.v.l) „Read All About It“ von Emily Sandé präsentierte.

 

Minuten der Nachdenklichkeit bescherten (v.l.) Jonas Kramer, Chiara Müllner und Friedel Silies mit dem Stück „Let Her Go“ von James Bay den Zuhörern.

 

Keine Sinfonie – und doch ein harmonisches Zusammenklingen. Damit verzückten die Mitglieder der Sinfonietta unter dem Dirigat von Alexander Neubauer die Lauschenden besonders beim Vortrag von „I Know Him So Well“ von ABBA-Mitbegründer Benny Andersson.

 

Brillierte mit einem Solostück aus dem tausendundeinten Werk von Johann Sebastian Bach – Rabea Goldschweer an ihrer Violine.

 

Klassenmusik III und IV: Die Klassen 10d und 10f sowie die Musikkurse sangen und klatschten „Oh Happy Day“ miteinander und mit dem Publikum – begleitet von Johannes Badde und dirigiert von Peter Scholz.

 

Stimmungsvoll für die Streichinstrumente der Happy Strings arrangiert, der Vortrag von „Falling Slowly“ maß mit jedem Ton Länge, Breite und Höhe des Kirchenraums komplett aus.

 

Gesang in Harmonie und künstlerischer Perfektion. Mit der Unterstützung von Tobias Bako am Klavier und den Streichern verzauberten Natalia Scherrmann und Brian Lünen alle Anwesenden mit ihrer Version von „Falling Slowly“ von Glen Hensard.

 

Das GGO bestritt mit Unterstützung des Musik-LKs, der Klasse 6a und Fidelis Amo-Antwi den letzten selbstständigen Teil des Konzertes mit „This Little Light Of Mine“ und „Santa Claus Is Coming To Town“ so mitreißend, dass die Lebendigkeit im Gesang und die Vielfalt im Spiel den Kontrapunkt zum vorausgegangenem Stück setzte.

 

Den besinnlichen Abschluss dieses außerordentlichen Konzertes bildete das Selbstgespräch eines Liebenden. Phillip Schürmann als Solist präsentierte im Zusammenspiel mit dem CHOR und der Musikklasse 6f, mit der Sinfonietta, dem Streicherchor und der Streicherklasse „When You Tell The World You´re Mine“ von John Frederick Coots.

 

Eine künstlerische Win-win-Situation für alle: fürs Georgianum und für beiden ehemaligen Georgianer Phillip Schürmann und Brian Lüken (v.l.). Mit altersbeschränktem Traubensaft bedankte sich Schulleiter Manfred Heuer bei den beiden Sängern.

 

Wertschätzung in der Armbeuge wiegend. Ein Dankeschön der Schulgemeinschaft wurde den Vertretern der Kooperationspartner unserer Schule überreicht: (v.l.) Georg Rosen und Felix Hammer (Musikschule des Emslandes).

 

Mit Wein und Blumen verschenkte der Leiter der Schule auch einen Dank an den Referendar Fidelis Amo-Antwi und an die Lehrerin Natalia Scherrmann für ihre Unterstützung im Gesang.

 

Spiritús creatores – die Schöpfer dieses Konzertes, denen es zusammen mit den beteiligten Schülern und Musikern gelang, Geplantes und Geprobtes stimmungsvoll umzusetzen, weil bei allen Musikschaffenden an diesem Abend etwas zu spüren war, und zwar viel Herz und große Begeisterung.

(v.l.) Tobias Bako, Alexander Neubauer, Gaby Jansen, Manfred Heuer, Maria Tilmann-Bürger, Johannes Badde, Elisabeth Kruse, Julia Scharnhorst, Peter Scholz.

Text und Fotos: Stefan Roters.

„Europa ist für die Jugendlichen“

Politisches Europa hautnah erlebt: Georgianer drei Tage in Brüssel zu Gast

Hendrik Albers, Sophie Kösters und Annika Thiel (v. l.) vom Lingener Gymnasium Georgianum sind vom Europaabgeordneten Jens Gieseke nach Brüssel eingeladen worden – sie hatten viele Fragen an den Parlamentarier. Foto: Büro Gieseke

Von Sophie Kösters, Teilnehmerin der Fahrt

Brüssel/Lingen. Europa – ein Projekt für Eliten oder auch für die Jugend? Diese Frage stand für Sophie Kösters, Annika Thiel und Hendrik Albers vom Gymnasium Georgianum in Lingen während ihres dreitägigen Besuches beim hiesigen Europaabgeordneten Jens Gieseke (CDU) in Brüssel im Vordergrund. Für den gebürtigen Lingener Gieseke ist die Antwort eindeutig: „Europa ist für die Jugendlichen.“

Ein kostenloses Bahnticket für eine Fahrt quer durch Europa für jeden europäischen Jugendlichen zum 18. Geburtstag. Diesen Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament, Manfred Weber, findet Gieseke „großartig“. Das Ziel sei, mehr junge Leute für Europa zu begeistern. „Damit könnte der Vorwurf, Europa sei ein Elitenprojekt, aus dem Weg geräumt werden“, erklärte Gieseke. Allerdings könne die Umsetzung noch nicht garantiert werden, da die Finanzierung des Großprojektes noch ungeklärt sei. Bei den Jugendlichen wurde diese Idee schon mit Begeisterung aufgenommen, bei Facebook wurde diese Idee mehrere Tausend Mal geteilt.

Doch was ist Europa eigentlich? Und welchen Wert hat die Jugend für Europa? Dies waren zwei der Fragen, die die drei Schülerredakteure vom Gymnasium Georgianum während ihrer dreitägigen Fahrt nach Brüssel auf Einladung des Europaabgeordneten besonders interessierten. Auch die europäische Landwirtschaftspolitik wurde diskutiert.

Sie nahmen an Ausschusssitzungen teil und besichtigten verschiedene europäische Institutionen. Und konfrontierten verschiedene Politiker und Vertreter im Parlament in der Kommission oder in der niedersächsischen Landesvertretung mit Fragen. „Europa ist für die Jugendlichen“, erklärte Gieseke auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Jugendlichen und Europa. „Aber Europas Demokratie lebt vom Mitmachen. Jugendliche sollten mehr von einem europäischen als von einem nationalen Bewusstsein geprägt sein.“ Man sollte sich auch immer wieder Vorteile wie die Reisefreiheit oder verbesserte Möglichkeiten für ein Auslandsemester im Studium vor Augen führen. „Diese werden oft als völlig selbstverständlich angesehen.“

Ein Negativbeispiel in Bezug auf das europäische Bewusstsein bei Jugendlichen sei allerdings der Brexit in Großbritannien. „Daraus können viele negativen Konsequenzen für junge Briten resultieren.“ Einzig positiv sei die Alarmierung anderer europäischer Jugendlicher, in ihrem Land für das Weiterbestehen und bessere Ausgestaltung der EU einzutreten.

Die gemeinsam diskutierte Frage, wie man Jugendlichen Europa näherbringen kann, sei allerdings schwierig. Denn oft wird bis zur zehnten Klasse das Thema Europa in der Schule gar nicht behandelt. „Auch das Diskutieren aktueller Themen im Politikunterricht, wo die Schüler aufgefordert werden, sich selbst eine Meinung zu bilden, kommt nicht selten zu kurz“, war man sich einig.

Am Ende der Fahrt legte Gieseke den Schülern ans Herz, sich mehr Gedanken über Europa und die gemeinsame Politik zu machen und auch andere Jugendliche dazu zu motivieren. Die Bedeutung dieser Aufgabe ist den Schülern bei dem Besuch und den Gesprächen schnell bewusst geworden. „Wenn dieses Projekt künftig nicht fortgeführt wird, droht etwas Großes mit all seinen Freiheiten verloren zu gehen, was möglicherweise in dieser Form nicht wiederhergestellt werden kann“, lautete das Fazit der Schüler.

Lingener Tagespost vom 15.12.2016